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Von …das wird cool… bis …müssen wir da hoch? reichten die Kommentare der sieben Jungs. Da steckt Potential drin, aber hoffentlich wird´s nicht zu herausfordernd dachten wir Jungenarbeiter. Der lakonische Ausspruch des Bergführers …kein Problem – das wird ein Spaziergang lässt uns schließlich voller Erwartungen in den Klettersteig im Zittauer Gebirge einsteigen. Das heißt, zwei Jungs entscheiden sich lieber für die Route um den Berg herum. Die Alu-Leiter die da in den Sandstein geschraubt ist, kommt ihnen nicht geheuer vor. Ein wertvoller Anlass für uns, um diese Entscheidung als eine bewusste Selbstbehauptung zu würdigen.
Der Spaziergang wird für viele von uns zur Grenzerfahrung: Ich kann das nicht, ich kann das nicht… sagt Felix fast die ganze Zeit gebetsmühlenartig vor sich her. Dabei kletterte er aber unbeirrt weiter und sucht sicher Griff für Griff. Der immer coole Fußballgott Roy, wird ganz leise an den Passagen an denen es steil herunter geht. Marcel der kleine mit der großen Klappe der in der Nische einer Steilwand einfach stehen bleibt und nicht weiter will …ich kann nicht mehr…ich will hier runter weint er dabei. Hier stoße ich an meine Grenzen, denn ich kann ihm seine Verunsicherung nur schwer nehmen. Als wir schließlich alle heil wieder unten sind, ist das Hochgefühl bei allen unübersehbar. Und später ist es Zeit zu reden: Darüber das Felix immer wieder seine Angst übergeht und plötzlich erkennt er ein Motiv dafür: Ich will auch mal was, das meine Schwestern nicht haben…. Mit Marcel der im Gegensatz zu Kevin und Francis seine Grenzen so schlecht einschätzen kann und mit Roy der darunter leidet, dass sein unsportlicher Bruder Ron am Felsen so viel sicherer ist als er selbst. Viele spannende und bewegende Themen, an denen wir weiterarbeiten werden. Am Ende war es ziemlich cool, in keinem Fall war es ein Spaziergang und es steckte auf jeden Fall eine riesige Menge Potential drin.
Sebastian Kubasch, Jungenarbeiter im Kinderschutzbund Zittau



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