Modellprojekt - Jungenarbeit Sachsen

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Erste Chemnitzer Jungentage 2009

Neben der „Woche der Wirtschaft“, dem „Girlsday“ und dem Frühlingsanfang fand im Frühjahr 2009 in Chemnitz ein Ereignis ganz anderer Art statt: Unter dem Thema „Entdecke die Vielfalt der Möglichkeiten“ gestaltete das „Netzwerk für Jungenarbeit in Chemnitz“ die Ersten Chemnitzer Jungentage aus. Die 13 Akteure der Arbeitsgemeinschaft gestalteten Ende März/Anfang April sechs unterschiedliche Aktionszentren zu Themen der Jungenarbeit. Dem Titel entsprechend bildeten dabei Erfahrungsräume für Jungen jenseits von Konkurrenz, Leistungsdruck und Rollenzwängen eine zentrale Rolle. Die Jungentage waren darüber hinaus bewusst als Auftaktangebot für die Arbeit vor Ort ausgerichtet: die Jungen begegneten Männern, die auch nach dem Angebot innerhalb der Veranstaltungszentren weiter zur Verfügung stehen.

Kistenklettern

Neben wettbewerbsfreien Sportangeboten, einem Kreativangebot (Skulpturenbau), einem Zirkusprojekt und erlebnispädagogischen Aktionen wendete sich die Modelleinrichtung des CVJM Computerclub e.V. dem Thema Computerspiele zu. In einer Netzwerkparty trafen sich am 04.04.2009 13 Jungen im Alter von 14 bis 19 Jahren, um sich eine Nacht lang einem Wettstreit am Computer zu stellen. Gespielt wurden dabei aber nicht beliebige Computerspiele, sondern das teamorientierte Aufbaustrategiespiel „Savage“. Innerhalb einer Spielzeit von 60 Minuten müssen darin zwei Teams gegeneinander antreten und eine eigene Basis strategisch klug ausbauen. Für die anstehenden Aufgaben innerhalb der Rundenspielzeit ist eine Vielfalt von Aufgaben zu bewältigen. Die Spieler des Teams müssen zusammen Ressourcen abbauen, Gebäude errichten und gemeinsam auf „Beutezüge“ gehen, um neue Ressourcen zu erobern. Ein Spieler wird als „Chef“ nominiert und steuert mittels „Befehlen“ an seine Mitspieler das strategische Vorgehen.

Skulpturenbau

Nach jeder Runde wurde mit den Jungen der 60minütige Spielverlauf analysiert: Welche Strategie war erfolgreich? Wie können Teamabsprachen verbessert werden? Wie schwierig war es, sich dem Willen des Leiters unterzuordnen? Wie ist der Leiter mit Kritik umgegangen? Welche der möglichen Rolle gelang mir besser? Bin ich eher „Chef“ oder eher „Arbeiter“?

LAN Party

Ein gemeinsames Frühstück aller Jungen schloss die Aktion am 05.04.2009 ab. Dabei wurde u.a. über den Amoklauf von Winnenden diskutiert: Sind Computerspiele tatsächlich für Gewalthandlungen verantwortlich zu machen? Die Jungen waren sich einig: Computerspiele im Team zu spielen ist etwas anderes als allein zu Hause. Auch macht es einen Unterschied, was man spielt! Freundschaften und Personen, zu denen man Vertrauen hat, sind wichtig, um auch in schwierigen Lebenssituationen nicht aufzugeben.

LAN Party

Andreas Reupert, CVJM Computerclub e.V.


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