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Kalenderblatt Februar 2008
Ergebnisse aus den Gruppendiskussionen 2007
Als wissenschaftliche Begleitung haben wir im ersten Jahr eine Befragung der Jungen sowie Gruppendiskussionen mit dem Projekt Plakaterstellung zum Thema Mann-Sein an allen vier Standorten abgeschlossen.
Zur Durchführung der Befragung reisten Dr. Gerd Stecklina und ich jeweils an die vier Standorte. Im Gepäck hatten wir einen kurzen Fragebogen zur Lebenswelt der Jungen, einen MiniDisk-Recorder für die Gruppengespräche, einen Berg voller Männerzeitschriften und den im Vorfeld überlegten Ablaufplan der etwas anderen Gruppenstunde, so dass die Ergebnisse, trotz unterschiedlicher Gegebenheiten der Standorte auswertbar waren.
Nach einem musikalischen Input mit Grönemeyers Wann ist Mann ein Mann und einer kleinen Thematischen Hinführung durch uns, bekamen die Jungen die Aufgabe, entweder einzeln oder in Gruppenarbeit eine Collage zu entwerfen. Mit dieser gestalterischen Form sollten sie ihre Vor- und Einstellungen zum Thema Mann-Sein und Mann-Werden aufgreifen, kritische Fragen stellen, oder aufzeigen wie die Jungen die Anforderungen an den Mann durch die Gesellschaft erleben. Auch Wünsche und klassische Klischees kamen zum Ausdruck. Die fertigen Plakate mussten dann der Gruppe vorgestellt werden. Die zuhörenden Jungs mussten nun in der Rolle eines Kunst-Kritikers schlüpfen, und konnten ihre Fragen an die Künstler stellen. Es bot sich Gelegenheit über die einzelnen Themen in die Diskussion zu gelangen, die viele Facetten ihrer erlebten Welt zu Tage förderte.
Neben Einmalkameras, Digicams, Zeitschriften, PC mit Internet und eigenen Slogans nutzten die Jungs auch Graffitis und Malstifte, um ihren Vorstellungen Ausdruck zu verleihen. Alle Teams standen gleichzeitig im Wettbewerb untereinander, das beste Plakat Sachsens zu erstellen, denn sie wussten, dass die anderen Standorte die gleiche Aufgabe gestellt bekamen.
Bevor die Jungs sich auf das Material stürzen durften, mussten sie in einem Kooperationsspiel noch ihre Team- und Kommunikationsfähigkeit unter Beweis stellen: Es musste eine Decke, auf der sich alle stehend befanden umgedreht werden, ohne dass jemand die Decke verlässt. Ein nicht ganz einfaches Unterfangen wie sich zeigte.
Zur Belohnung ihrer Arbeit gab es z.B. in Zittau selbst gemachte Pizzen zum Mittagessen, die von dem Jungenarbeiter Sebastian Kubasch und seinem Praktikanten Christian Schwarzbach gebacken wurden.
Zusammenfassende Topoi aus der Befragung:
Insgesamt wurden 24 Jungen im Alter von 9 – 24 Jahren befragt, davon waren 11 im Alter von 9 – 16 Jahren. Fast alle leben bei ihren Müttern und bei 11 Jungen ist ein Vater/Stiefvater zur Seite. Hauptsächlich besuchen sie die Realschule oder haben schon eine Schule erfolgreich abgeschlossen. Neben Computerspielen steht auch Sport und Fußball im Mittelpunkt der Freizeit. Für mehr als die Hälfte ist auch der Griff zum Lieblingsbuch nicht unbekannt. Musikalisch sind Genre von politisch Rechts, bis Links zu finden, aber auch Rap und Mainstream wird gerne gehört, so dass jeder Junge seine Lieblingsband benennen konnte.
Einen besten Freund haben 21 Jungen angegeben und bei 15 kommt noch eine beste Freundin hinzu.
Darüber hinaus mussten die Jungen ihre Selbst- und Fremdwahrnehmung reflektieren und überlegen, was andere an ihnen schätzen und was wohl als störend angesehen wird
In die einzelnen Einrichtungen der Freien Träger gehen 14 Jungen schon länger als ein Jahr nur drei der Befragten sind kürzer als ein Halbes Jahr zu gegen.
Patrick Ament
Ein paar Eindrücke von den entstandenen Kunstwerken und ihren Machern:
Grünhain
alle auf der Decke:

Vorüberlegungen zum Plakat:

Die Gruppe beim Ausfüllen der Fragbögen:

Präsentation mit Hilfe des Laptops:

Dresden
Die Jungs beim Kooperationsspiel:

Drei Plakate wurden entworfen:
Das erste:

das Zweite:

und das dritte Plakat:

Zittau:
Kooperation auf der Decke:

Beim Ausfüllen der Fragebögen:

Die jüngsten Künstler:

Das dritte Kunstwerk aus Zittau:
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