Modellprojekt - Jungenarbeit Sachsen

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Jungenarbeit- immer noch nicht aus der Mode?
Ein Arbeitsfeld auf dem Weg zur Professionalisierung

Fachtagung am 17.-18. November 2008 in Kooperation mit der Evangelischen Akademie Meißen

Im Eröffnungsvortrag skizzierte Prof. Dr. Lothar Böhnisch zukünftige notwendige Schritte zur Professionalisierung für gelingende Jungenarbeit anhand von folgenden sieben Thesen.

Jungenarbeit und Professionalität - eine Strategieliste

    • 1. Verortung der Jungenarbeit
    • 2. Gibt es eine spezifisch jungenpädagogische Kompetenz?
    • 3. Professionelles Wissen: Analytisches Wissen – Handlungswissen
    • 4. Professionalität als Fachautorität
    • 5. Professionalität und Politik
    • 6. Jungenarbeit als relationale Profession
    • 7. Der semiprofessionelle Einschlag

In den Workshops wurde die vielfältige Breite von Jungenpädagogik abgebildet. Themen waren: Arbeit mit Jungen in Kindertagesstätten, im Kontext von Schule, das Balancemodell als geschlechtsbezogenes Persönlichkeits- und Entwicklungsmodell, Genderdialoge und die Erfahrungen des Modellprojekt Jungenarbeit Sachsen.

Tiefgründig und dennoch humorvoll war die Lesung aus dem Buch „Viele Männer sind im Mann“ durch den Autor Prof. Dr. Böhnisch.

Alles in Allem: Jungenarbeit als ein relativ neues Arbeitsgebiet in Sachsen braucht eine Professionalisierungsdebatte. Dies ist wesentlich, um nachhaltig und langfristig in der Jugendhilfelandschaft Sachsens zu bestehen. Mit dem Beginn eines gemeinsamen Prozesses zur Entwicklung der sächsischen Fachstandards für Jungenarbeit haben sich die LAG Jungen- und Männerarbeit Sachsen und das Modellprojekt auf einen guten Weg dahin begeben.

Peter Wild


Arbeitsgemeinschaft Jugendfreizeitstätten Sachsen e.V. - Modellprojekt Jungenarbeit © 2010