Modellprojekt - Jungenarbeit Sachsen

Wo sind wir ...

Modellstandort Dresden

Träger:
Diakonie Dresden

Mitarbeiter: Patrick Büttner

Diakonie Dresden

Arbeitsfeld:
Hilfen zu Erziehung (betreutes Wohnen) und Aufsuchende Soziale Arbeit (Mobile Arbeit mit Kindern und Familien)

Was ist unser Ansatz?
Die Jungen in unseren Einrichtungen haben sehr oft einen schwierigen Entwicklungsweg hinter sich. Dieser Weg ist unter anderen davon geprägt, dass erwachsene Männer als Lernfelder für die Jungen nicht vorrätig waren. Unser Ansatz im betreuten Wohnen ist, mit Hilfe männlicher Pädagogen jungenspezifische Angebote in den Alltag einfließen zu lassen, damit den Jungen den Freiraum erhalten, ihre eigenen Wünsche und Ideen verwirklichen zu können. Dabei konzentrieren wir uns zum einen auf die Weiterbildung der Mitarbeiter, um kontinuierliche Partner für die Jungen zur Verfügung zu stellen. Zum anderen greifen wir geschlechtsbezogene Unsicherheiten in den einzelnen Entwicklungsstadien der Jungen auf, um daraus „Lebenstaugliche“ Handlungsmöglichkeiten mit den Jungen zu entwerfen. Dabei verfolgen wir den Grundsatz, dass wir mit menschlicher Erfahrung und fachlichem Wissen gemeinsam nach Perspektiven suchen und dabei bewusst mit Ressourcen umgehen.

Was ist euer Auftrag und Anspruch?
Mein Auftrag in den ausgewählten Einrichtungen ist die Mitarbeiter zu unterstützen jungenspezifische Angebote zu entwerfen, durchzuführen und zu beschreiben. Mit den Jungen möchten wir Handlungen, Tätigkeiten ausprobieren, die an ihren Interessenlagen anknüpfen und ihnen im Alltag hilfreich sein können. Mit den Mitarbeitern in den Einrichtungen möchte ich Jungen befähigen und ermutigen, ihre eigenen Sehnsüchte, Wünsche und Ängste zu erkennen, diese zu signalisieren und auszuleben. Ich möchte den Jungen ein „Geländer“ bieten, an dem sie sich festhalten können wenn sie Grenzen überschreiten. Ich möchte dass Jungen ihrer Kreativität freien Raum lassen und etwas Neues ausprobieren.

Was haben die Jungen von eurer Jungenarbeit?
Die Jungen haben Freude und Spaß an den Angeboten. Sie haben die Möglichkeiten in einem geschützten Rahmen unter Jungen und Männern sich auszutesten und eigenen Grenzen zu erfahren. Sie erhalten die Chance Dinge zu tun, ohne dass sie peinlich berührt sein müssen oder sich ängstigen müssen. Sie lernen Handlungsmöglichkeiten bei der Bewältigung ihres derzeitigen und zukünftigen Lebensabschnittes. Die Jungen erhalten Orientierungshilfen bei der Entwicklung vom Jungen zum Mann.

Was soll in drei Jahren rauskommen?
Nach drei Jahren wollen wir eine Orientierungshilfe zur Jungenarbeit im Bereich des Betreuten Wohnen und der Aufsuchenden Sozialen Arbeit bieten. Wir wollen nach drei Jahren Jungenarbeit als Querschnittsaufgabe in alle Bereiche der Kinder, Jugend und Familienarbeit des Diakonischen Werks - Stadtmission Dresden e.V. einflechten. Die Jungen sollen in allen Einrichtungen von den Ergebnissen profitieren. Für die Jungen wollen wir als Partner in Erinnerung bleiben, die sie als Jungen ernst genommen haben, uns ihren Anforderungen gestellt haben und mit ihnen zusammen eine Vision was Mannsein aktuell bedeutet, entwickelt haben.

Diakonie Dresden
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